Der Blechschaden

Als ich heute unterwegs war, habe ich auf dem Parkplatz einen ordentlichen Schreck bekommen, der Ton von verformenden Blech war mir ganz plötzlich in den Nacken gekrochen. Aber ich erzähle die Geschichte mal von vorn.
Auf der Fahrt nach Dresden hatte ich einen freundlichen Hinweis aus dem Motorraum direkt auf die Anzeige am Tachometer erhalten. Der Motor beschwerte sich, er habe im Lager kein Motoröl mehr gefunden. Diesen freundlichen Hinweis hatte er mir fast unbemerkt, man schaut ja auf die Straße, direkt auf die Anzeige geschickt. Der Bordcomputer hatte bei der Bergabfahrt etwas Öl vermisst und teilte das sogleich dem Fahrer über eine rote Kontrolllampe mit, bitte Werkstatt aufsuchen. Man da bekommst du einen Schreck und denkst, kannst du noch weiter fahren oder musste stehen bleiben. Ja als guter Autofahrer weis man ja, wenn die Lampe gelb ist, kann noch weiter gefahren werden. Aber bei mir kam im Kopf an, kein Öl, also wird Motor zu heiß und dann fest? Da ich dieses Problem kurz vor der Durchsicht schon einmal hatte, war klar, es muss etwas nachgefüllt werden und ich fuhr noch weiter. Um den Öl Durst meines Motors zu löschen, beschloss ich, die Theke im Baumarkt aufzusuchen.
Also auf der Fahrt zum Baumarkt machte ich noch einen Abstechen zu einem Einkaufsmarkt. Es mussten noch verschiedene Sachen gekauft werden, also bog ich am Einkaufsmarkt ab und stellte das Auto auf den Parkplatz ab. Mein Blick war nur noch auf den Eingang gerichtet, im Kopf die gespeicherten Einkaufszettel und das Bedürfnis nichts zu vergessen. In diesem Moment hörte ich hinter mir ein Blech verformendes Geräusch und erschrak sofort. Da ich in der letzten Zeit doch etwas von Pech oder auch vom Fehler machen verfolgt war, hatte ich ein schlechtes Gewissen etwas vergessen zu haben. Ist was mit dem Auto passiert, hat es mein Auto getroffen? Mein Kopf machte eine schnelle Drehbewegung nach hinten, in Richtung wo ich das Auto abgestellt hatte. In diesem Gedanken sah ich dann das Geschehen, ein ausparkender Autofahrer hatte das benachbarte Auto getroffen und die hintere Tür verformt. Ich war gleich erleichtert, es war nicht mein Auto, aber es war in der Nähe. Ich war schon etwas erstaunt, viele schauten hin, aber keiner schrie haltet ihn. Der Fahrer hatte es bemerkt und war schon ausgestiegen. Das habe ich bei Bagatellen schon anders erlebt. Da mich der Schaden nicht betroffen hatte, setzte ich meinen Weg in den Supermarkt fort. Nach meinen gemachten Einkäufen kam ich wieder aus dem Markt und sah, wie der Schadens Verursacher sich mit dem Geschädigten unterhielt und die Daten austauschten. Also war alles in Ordnung und ich setzte meine Fahrt fort. Im Baumarkt angekommen kaufte ich das entsprechende Motoröl und nach der Bezahlung goss ich es dem gierigen Motor gleich in den Öl-Einfüllstutzen. Der Motor war zufrieden, löschte das Licht der Kontrolllampe und ich machte mich auf den Heimweg. Vor der Wohnung stellte ich das Auto ab, musste die Parkstellung noch korrigieren und stieg aus. Was habe ich natürlich vergessen? Na in den Rückspiegel nach Fahrzeugverkehr zu schauen. In unserem Bereich ist die Straße nicht breit und beidseitig wird geparkt, sicherheitshalber wird noch der Außenspiegel umgeklappt. Na ja und der Kraftfahrer hinter mir war sehr aufmerksam und hatte geahnt, dass ich ihn nicht beachtet habe. Er hat es verhindert, ich war dankbar dafür. Das wäre dann mein Blechschaden gewesen. Nur gut das viele im Straßenverkehr noch Mitdenken. Ich konnte mich bei dem Fahrer nicht mehr für seine Aufmerksamkeit bedanken. Ich sah nur, wie er im vorbei fahren etwas brabbelte, nur gut ich habe es nicht hören können. Erfreut darüber, doch auch mal Glück gehabt zu haben, ist schön, wenn jeder auf den anderen achtet.
Fazit für mich, es hat schon seinen Sinn, wenn in der Straßenverkehrsordnung steht – Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme…
Nach der ganzen Aufregung fragte ich mich noch, warum hast du eigentlich die ganze Flasche (1 L Öl) in den Motor gegossen? Wenn der Ölwechsel bald ran ist, wird eh alles abgelassen und da hätten vielleicht auch 0,5 L Öl gereicht. Also nicht immer gleich schütten, sondern auch mal das Ding zwischen beiden Ohren benutzen, ich glaube es heißt Gehirn.

Eine Geschichte aus dem Alltag

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